Eine Bank. Ein Wort.

Genossenschaften

Genossenschaften sind keine angestaubten Unternehmen, die fernab von der heutigen Unternehmenskultur sind. Genossenschaften sind gerade heute wichtiger denn je, denn sie stehen für Gemeinschaft und Vielfalt. Doch was genau bedeutet Genossenschaft eigentlich?

Die Gemeinschaft

„Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das ver­mögen Viele.“, ist der Grundgedanke jeder Genossenschaft. Und eben diese Grundidee war es, die Ernst Heinrich Wilhelm Stephan, Generalpostdirektor des Deutschen Reichs, zur Gründung des ersten Post-, Spar- und Vor­schussvereins im Jahre 1872 bewegte. Im Sin­ne der kollektiven Selbsthilfe erfüllte der Ver­ein für die Postbediensteten die Funktion einer Bank. Hier konnten sie sich auf grundsolide Geldanlagen und gerechte Darlehen verlassen. Nach nur fünfundzwanzig Jahren gab es 1897 bereits vierzig dieser Vereine im gesamten Reichspostgebiet. Diese nannten sich ab 1903 Post-, Spar- und Darlehnsvereine (PSdDV). Die Kurzbezeichnung wurde 1989 in PSD umbe­nannt. Durch die Eintragung in das Genossen­schaftsregister im Jahre 1999 ist die Umwand­lung der PSD Bank Köln in eine eingetragene Genossenschaft (eG) vollzogen. Damit legte er den Grundstein für den genossenschaftlichen Verbund der PSD Banken.

Aber auch in anderen wirtschaftlichen und vor allem sozialen und kulturellen Bereichen wird im frühen 19. Jahrhundert die genossenschaftliche Idee als Unternehmensgrundlage verwendet und innovative Geschäftsideen umgesetzt. Genossenschaften bündeln die Kernkompetenzen ihrer Mitglieder, um stark für die Gemeinschaft aufzutreten und Gutes zu schaffen. Es werden Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand angeboten und durch Weiterbildungen für den dauerhaften fortschrittlichen Bestand der Genossenschaften gesorgt.

Genossenschaften in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland sind die genossenschaftlichen Unternehmen ein bedeutender Faktor. Jeder vierte Mitbürger profitiert von der Zugehörigkeit zu einer Genossenschaft. Traditionelle Genossenschaften sind etwa Kreditgenossenschaften, landwirtschaftliche Genossenschaften oder Einkaufs- und Absatzgenossenschaften des Handels und des Handwerks sowie Wohnungsbaugenossenschaften.

Gründung einer Genossenschaft

Die Genossenschaft ist – unabhängig von der Verfolgung weitergehender Ziele – ein wirtschaftliches Unternehmen und kann von mindestens drei Mitgliedern gegründet werden. Sie wird geprägt durch die Grundsätze der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung.

Zweck und Ziel Förderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zielsetzung der Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes.

Gründung Mindestens drei natürliche und/oder juristische Personen, die eine schriftliche Satzung festlegen.

Rechtsfähigkeit Die eingetragene Genossenschaft ist juristische Person und damit Träger von Rechten und Pflichten.

 

Als genossenschaftlich orientiertes Finanzinstitut ist die PSD Bank Köln eG ein Gewinn für alle, weil sie neben der Mitgliederförderung auch Verantwortung für die Menschen in den Regionen ihres Geschäftsgebietes übernimmt. Diese Besonderheit wurde aufgegriffen und von den Vereinten Nationen zum Motto für das Internationale Jahr 2012 erhoben: „Ein Gewinn für alle – Die Genossenschaften“. Sozial engagiert, ist und bleibt die PSD Bank Köln eG in ihrem Geschäftsgebiet verwurzelt.

Genossenschaft international

Das Prinzip der Genossenschaft ist nicht nur in Deutschland etabliert. Auch in anderen Ländern der Welt existiert das Modell sehr erfolgreich. Es werden nicht nur Arbeitsplätze, Wohnraum oder Finanzmöglichkeiten geschaffen, sondern auch Gemeinschaften geschlossen, die gemeinsam für eine Idee einstehen und Arbeiten.

Genossenschaft international in Zahlen:

  • In Argentinien gibt es mehr als 17.941 Genossenschaften mit 9,1 Millionen Mitgliedern.
  • In Belgien gab es im Jahr 2001 29.933 Genossenschaften.
  • In Kanada ist jeder dritte Staatsbürger Mitglied einer Genossenschaft.
  • In Kolumbien sind über 8 Prozent der Einwohner (mehr als 3,3 Millionen Menschen) Genossenschaftsmitglied.
  • In Costa Rica sind über 10 % der Einwohner Mitglied einer Genossenschaft.
  • In Finnland sind fast 1,5 Millionen Menschen Genossenschaftsmitglied. Das entspricht 62 % aller finnischen Haushalte.
  • In Japan ist eine von 3 Familien Mitglied einer Genossenschaft.
  • In Kenia ist jeder 5. Mitglied einer Genossenschaft (5,9 Millionen Menschen) und die Lebensgrundlage von 20 Millionen Kenianern hängt direkt oder indirekt von Genossenschaften ab.
  • In Indien sind mehr als 239 Millionen Menschen Genossenschaftsmitglied.
  • In Malaysia sind 5,5 Millionen Menschen oder 20 % der Bevölkerung Mitglied einer Genossenschaft.
  • In Singapur ist jeder zweite Einwohner (1,6 Millionen Menschen) Genossenschaftsmitglied.
  • In den USA ist ein Viertel der Bevölkerung Genossenschaftsmitglied.

 

(Quelle: http://www.genossenschaften.de/genossenschaften-weltweit)

 

 

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