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Die Geschichte unserer Währung– woher kommt die eigentlich?

Geld ist für jeden von uns in der heutigen Zeit ein alltägliches Gut. Jeder bezahlt damit seine Ware, jeder kennt den Wert der einzelnen Banknote. Jeder von uns weiß, dass es auf der ganzen Welt zich verschiedene Währungen gibt, die meistens an den Staatsgrenzen gekoppelt sind. Der Euroschein bildet hier eine Ausnahme, da er über die einzelnen Landesgrenzen hinaus in mehreren Ländern gleich gilt.

Die Herkunft

Doch das war noch nicht immer so. Den Luxus von Papiergeld, statt lauter schweren Münzen haben wir den Chinesen zu verdanken. Den zu Beginn vor vielen tausend Jahren, bestanden die Münzen aus schwerem Edelmetall und hatten so ein sehr hohes Eigengewicht. Mit verstärktem Handel, stieg auch die Anzahl benötigter Münzen, um seine Schulden begleichen zu können. Da machte die Not erfinderisch und es kamen sehr viele Fälschungen in Umlauf. Der Nennwert der Münzen wurde dadurch gesenkt…Ein Teufelskreis begann und das schon im Jahre 1024.

China machte es vor: Als erstes Land wurde hier das Geld auf Papier gedruckt und durch Handelsgeschäfte in Umlauf gebracht. Grund für die damals innovative Idee war die Finanzierung eines Krieges, die rein aus Münzen nicht möglich war. Erst 1276 brachte Marco Polo das Papiergeld mit in die westlichen Staaten. Hier allerdings wurde das Papiergeld von den verarmten Fürsten inflationär gedruckt, um aus den finanziellen Problemen herauszukommen.

Es dauerte noch einmal über 200 Jahre, bis in Spanien Banknoten in Umlauf gebracht wurden, die als Alternativen zu Münzen anerkannt waren. Andere Länder wie die Niederlande, Schweden, England oder Frankreich folgten. Dennoch hatten bis ins 18. Jahrhundert Münzen einen angeseheneren und wertigeren Stand als Papierscheine.

Die Deutschen und ihre Währung

Die deutsche Währung hat seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine sehr interessante eigene Geschichte. Die Zeit der Reichsgründung im Jahr 1871 wurde durch die Einführung einer einheitlichen Währung und einer nachfolgenden Währungsreform geprägt. Die Einführung der goldgedeckten Mark wurde durch den Ersten Weltkrieg getrübt und führte daher zu einer Hyperinflation. Nur durch eine Währungsumstellung konnte die Hyperinflation 1923 gestoppt werden: Es folgt die Umstellung auf die Rentenmark, später Reichsmark genannt. Aber auch hier brachte der Zweite Weltkrieg die Währung so stark durcheinander, dass sie zusammenbrach und 1948 die Deutsche Mark in den drei westlichen Zonen der BRD eingeführt wurde. Gleichzeitig bekam die DDR die Mark. 1990 erfolgte eine Währungsunion der 1949 entstandenen zwei deutschen Staaten auf Basis der Deutschen Mark.

Von der Mark zum Euro – eine Währung scheidet die Geister

1999 begann die Einführung des Euros als Buchgeld in der Eurozone. Erst zum 01.01.2002 wurde der Euro als Bargeld in Deutschland eingeführt. Der Euro wird von der Europäischen Zentralbank emittiert und fungiert als offizielle, gemeinsame Währung in allen 19 EU-Mitgliedstaaten der Eurozone. Zusätzlich haben noch sechs weitere europäische Staaten außerhalb der Eurozone die neue Währung eingeführt. Nach dem US-Dollar ist der Euro inzwischen, trotz einiger Startschwierigkeiten, die wichtigste Reservewährung der Welt. Nach der Einführung haben viele Deutsche den Euro als „Teuro“ bezeichnet, weil viele Waren teurer geworden sind, und so die neue Währung gefühlt einen starken Werteverlust mit sich brachte.

Die neue Europa-Serie

In den letzten Jahren gab es immer wieder optische Änderungen der Geldscheine. Um die Scheine vor Fälschungen zu schützen, wurden sie durch verschiedene Methoden immer besser geschützt. Optisch und Thematisch gesehen, ist die zweite Serie der Banknoten eine Weiterentwicklung der bereits seit Einführung bestehenden Designs. Das Leitmotiv „Zeitalter und Stile“ sowie die Hauptfarben, Werte und Motive wurden beibehalten – lediglich kleine Änderungen, die für die neuen Sicherheitsvorkehrungen nötig waren, wurden durchgeführt. Trotz nur kleiner Veränderungen, können die beiden Serien sehr gut auseinander gehalten werden. Die Überarbeitung wurde von dem selbstständigen Banknoten-Designer Reinhold Gerstetter in Zusammenarbeit mit der EZB erstellt.

Begonnen hat die „Verjüngungskur“ mit dem 5 Euroschein. Seit Mai 2013 gibt es den neuen „Fünfer“, seit September 2014 den neuen Zehner. Die neue Serie der Banknoten wird „Europa-Serie“ genannt. Dies liegt daran, dass zwei der Sicherheitsmerkale ein Portrait der Europa enthalten. Europa ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie.

Die neuen Sicherheitsmerkmale bestehen unter anderem aus:

  • Stichtiefdruck
  • Portrait-Wasserzeichen
  • Folienstreifen mit Portrait-Hologramm
  • Smaragdzahl
  • Sicherheitsfaden

 

Der 5 Euroschein sowie der „Zehner“ sind die Scheine, die am meisten als Wechselgeld im Umlauf sind. Daher ist hier die Sicherheit besonders wichtig – dazu dient eine besonders dünne Schutzschicht, die die Scheine vor Abnutzung schützt, damit die Lebensdauer erhöht ist und die Scheine seltener nachgedruckt werden.

Als dritter Schein wurde im letzten Jahr der 20 Euroschein in der neuen Europa-Serie eingeführt. Ein besonderes Merkmal ist hier ein Hologramm mit einem Sichtfenster, das durchsichtig wird, sobald es gegen das Licht gehalten wird. Gleichzeitig wird ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa sichtbar. Ein drittes Merkmal ist die Smaragdzahl mit dem Wert über 20€, die die Farbe ändert, sobald die Banknote geneigt wird.

Als nächstes ist, wie man es vielleicht ahnen kann, der 50-Euro-Schein dran. Wann genau dieser eingeführt wird, hat der Rat der Europäischen Zentralbank aber noch nicht festgelegt.

 

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