Analog & Digital

Alles über die virtuelle Währung

Was sind Bitcoins? Ist der Bitcoin eine virtuelle Währung? Eine Software? Oder ein Zahlungssystem? Diese Frage wird auch von Experten heiß diskutiert. Wir stellen die gängigsten Definitionen vor und werfen einen Blick in die Zukunft.

Bitcoin ist eine Währung

Ein Bitcoin (bit: Maßeinheit für digitale Datenmenge, coin: engl. für Münze) ist eine virtuelle Währung wie Euro oder Dollar und kann nach einem aktuellen Wechselkurs auch in diese Währungen getauscht werden. Der Wert eines Bitcoins basiert auf dem klassischen Marktgesetz von Angebot und Nachfrage.

Seit ihrer Einführung 2009 ist die Währung großen Kursschwankungen unterworfen. Der Höchstwert lag Ende 2013 bei knapp 1.000 Euro für einen Bitcoin. Nach einem starken Fall ist der Wert bis Mitte 2016 wieder auf etwa 600 Euro gestiegen. Aktuelle Kurse unter bitcoin.de.

Bitcoin ist ein Zahlungssystem

Als digitale Währung lassen sich Bitcoins natürlich auch gegen andere Waren tauschen. Aktuell gibt es weltweit rund 100.000 Händler, bei denen Bitcoins ein akzeptiertes Zahlungsmittel sind. Darunter sind auch große Unternehmen wie PayPal, Microsoft oder Dell. Nutzer können sich eine digitale Brieftasche anlegen und damit Bitcoins kaufen und transferieren.

Bitcoin als Software und Netzwerk

Grundlage für Bitcoins ist eine Software, deren Quellcode von jedermann einsehbar ist und dadurch hohe Sicherheit garantieren will. Sie wurde 2009 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlicht. Bis heute ist die Identität des Erfinders nicht bekannt.

Der Bitcoin kann als virtuelle Währung den klassischen Geldtransfer über Banken ersetzen und nutzt dafür ein verschlüsseltes und unabhängiges System. Die Software produziert, verteilt und verifiziert die Währung und verbindet alle Teilnehmer über das Internet.

Wer seinen PC für die Aufgaben des Netzwerks zur Verfügung stellt, wird regelmäßig mit Bitcoins belohnt. Dadurch wird das System aufrechterhalten. Um einen Bitcoin zu generieren, müssen komplexe Berechnungen erfolgen, die regelmäßig schwieriger werden. So wird die Produktion von Bitcoins kontrolliert und eine Inflation im Markt verhindert. Die maximale Anzahl von Bitcoins ist auf 21 Millionen beschränkt und wird vermutlich im Jahr 2140 erreicht.

Haben Bitcoins eine Zukunft?

Als dezentrales und anonymes Währungssystem sind Bitcoins keiner Institution unterworfen. Keine Bank und kein Land hat einen direkten Einfluss auf die Wertentwicklung und die Übermittlung der Daten auf der ganzen Welt. Das sorgt für große Freiheit, aber auch für wenig Sicherheit auf Seiten der Nutzer. Ein stabiles System basiert auf Vertrauen. Für den privaten Anleger sind Bitcoins deswegen aktuell nicht zu empfehlen. Zu ungewiss ist der Ausgang dieses faszinierenden Experiments.

Mehr Infos zu Bitcoin unter bitcoin.org.

Das könnte Sie auch interessieren