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Was ändert sich 2017?

2017 ändert sich wieder so einiges für die Verbraucher. Gesetzesänderungen, mehr Geld für Familien, ein Feiertag mehr für ganz Deutschland, ein neuer Geldschein. Kleine Änderungen bis hin zu großen Neuerungen sind in diesem Jahr dabei.

Steuerfreibetrag wird angehoben – das bringt mehr Einkommen

 Der Grundfreibetrag bei der Steuer steigt 2017 von bisher 8652 Euro auf 8820 Euro. 2018 wird er auf 9000 Euro steigen. Zusätzlich wird auch der Kinderfreibetrag 2017 von 4608 Euro auf 4716 Euro angehoben, um im Folgejahr auf 4788 Euro zu kommen. Das bedeutet, dass den Bürgern aufgrund dieser Steuererleichterungen mehr Geld im Monat zur Verfügung steht.

 Kindergeld steigt leicht an

Aber nicht nur die Freibeträge steigen. Auch wird in diesem Jahr das Kindergeld um zwei Euro im Monat angehoben. Für das erste und zweite Kind beträgt der Betrag damit 192 Euro pro Monat. 2018 wird das Kindergeld um weitere zwei Euro auf dann 194 Euro monatlich. Für das dritte Kind steigt das Kindergeld bis 2018 in zwei Schritten auf 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind auf je 225 Euro. Geringverdiener erhalten zehn Euro mehr Kinderzuschlag und liegen damit bei 170 Euro pro Monat.

Der neue 50-Euro Schein

Die Europa-Serie der Geldscheine wird in diesem Jahr um den neuen 50-Euro Schein erweitert. Alle Euro-Banknoten enthalten verschiedene Sicherheitsmerkmale als Fälschungsschutz. Die Echtheit der neuen Euro-Banknote lässt sich mit dem Test „Fühlen – Sehen – Kippen“ ganz einfach überprüfen. (Siehe auch Artikel „Die Geschichte unserer Währung– woher kommen die eigentlich?“)

Mindestlohn steigt ab 1. Januar 2017

Ab 1. Januar 2017 steigt der Mindestlohn in Deutschland auf 8,84 Euro brutto pro Stunde. In einzelnen Branchen liegt er sogar noch höher. Im Baugewerbe etwa beträgt er in den alten Bundesländern 11,30 Euro, in den neuen Bundesländern 11,05 Euro pro Stunde.

Rente steigt nur leicht an

1,5 – 2 Prozent mehr Rente erhalten die Rentner in Deutschland ab Mitte des Jahres. Die endgültigen Daten werden allerdings erst im März konkret kommuniziert werden, da dies von der Lohnentwicklung im Jahr abhängig ist.

Dafür aber: Die Flexi-Rente

Die neue Flexi-Rente bietet den älteren Arbeitnehmern in diesem Jahr mehr Möglichkeiten für einen flexiblen Übergang in die wohlverdiente Rente. Wenn heute jemand mit 63 Jahren in Rente gehen möchte, können ihm bis zu zwei Drittel Kürzungen der Rentenbezüge drohen, wenn er noch einen 450-Euro-Job ausführt. Künftig soll es für den Hinzuverdienst eine Obergrenze von nur noch 6300 Euro im Jahr geben. Ab diesem Betrag gilt die Regel: 40 Prozent des darüber liegenden Zuverdienstes wird von der Rente abgezogen.

Reformationstag ist überall zum gesetzlichen Feiertag

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wir bekommen im nächsten Jahr Deutschlandweit einen Feiertag dazu. Der Reformationstag ist bisher ein Feiertag, der in den Bundesländern, die hauptsächlich evangelisch sind, gefeiert wird. Aber in diesem Jahr wiederholt sich der Thesenanschlag Luthers zum 500. Mail und wurde daher zu einem deutschlandweiten gesetzlichen Feiertag ausgerufen. Die schlechte Nachricht dabei: Es wird nur in diesem Jahr so sein.

Pflege-Gesetz ändert sich – Fünf Pflegestufen statt drei

In diesem Jahr wird sich das gesamte Pflegegesetz ändern, denn es wird die zweite Stufe des Pflegestärkungsgesetzes II in Kraft treten. Dabei wird das neue Pflegesystem nicht mehr aus bisher drei Pflegestufen, sondern in Zukunft aus fünf Stufen bestehen. Das bedeutet, dass auch die Leistungen für Betroffene entsprechend anders verteilt werden.

Hartz IV-Regelsätze steigen

Zum 1. Januar 2017 sind die Regelsätze für Hartz IV angestiegen.  So wird der monatliche Regelsatz für Alleinstehende von 404 auf 409 Euro pro Monat steigen und Paare erhalten 368 statt 364 Euro pro Partner. Unter 25-Jährige, die im Haushalt der Eltern wohnen, bekommen statt 324 nun 327 Euro. Kinder zwischen 13 und 18 Jahren erhalten 311 statt bisher 306 Euro. Die Sätze für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren steigen von 270 auf 291 Euro.

Carsharing wird attraktiver

Vor allem in Großstädten ist die Methode des Carsharings für Leute, die kein eigenes Auto haben sehr attraktiv. Durch die Erweiterung der Gratis-Stellflächen soll das Angebot noch weiter ausgedehnt und bis September 2017 attraktiver gestaltet werden. Ziel sei es, den Ländern die Möglichkeit zu geben, Sonderparkplätze oder kostenfreies Parken für Carsharing-Fahrzeuge einzurichten, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

Arbeitslose Ausländer bekommen erst später Sozialhilfe

EU-Ausländer, die nicht arbeiten, erhalten erst nach fünf Jahren Anspruch auf Sozialhilfe. Damit will die Bundesregierung verhindern, dass EU-Ausländer nur wegen der staatlichen Unterstützung nach Deutschland kommen.

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